Edgar Einemann

SPD-Niedergang mit Ansage

Die SPD hat seit 1998 ungefähr zwei Drittel ihrer Wähler und Mitglieder verloren, ist auf dem Weg in die Einstelligkeit und erreicht mancherorts nicht einmal 5%. Ein Teil des Niedergangs, der sich lange abgezeichnet hat, ist hausgemacht. Wir haben darauf schon vor einiger Zeit hingewiesen und drei kleinere Beispiele dokumentiert.

2007 ist das Buch "Aufstieg und Krise der Generation Schröder" erschienen. Dort wurde u. a. auf Probleme der "Agenda 2010" der rot-grünen Bundesregierung unter Schröder hingewiesen. In dem Buch gibt es einen Beitrag von Rolf Wernstedt, damals SPD-Landtagspräsident in Niedersachsen, der sich mit den schweren Fehlern des Wahlkampfes des SPD-Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel, auseinandergesetzt hat. Das Ergebnis war ein desaströser Absturz der SPD mit einem Rekord-Wechsel zur CDU.

Bei der Vorstellung des Buches (2007) wurde in einem Fernsehbeitrag für RTL Regional darauf hingewiesen, dass politische Formationen durchaus auch verschwinden können.

Geradezu ein Lehrstück für politisches Totalversagen war der Wahlkampf des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz im Jahr 2017.